Marillenknödel, ohne Brandteig

Schon seit langem wollte ich Marillenknödel mit Brandteig probieren , ich kenne sie nur mit Kartoffel- oder Topfenteig. Hier gibt’s zum Beispiel ein Rezept. An das hätte ich mich auch halten sollen, anstatt mein bewährtes Brandteig-Rezept zu nehmen. Das funktioniert nämlich für Gebäck wie éclairs, der Teig wird aber viel zu dünn, um Marillen darin einwickeln zu können. Knödel sollten es aber doch sein, also wurde zu Plan B gegriffen: Topfenteig nach Sarah Wieners „Herdhelden“. Statt Topfen habe ich Ricotta verwendet, und statt in Brösel wurden die Knödel in Mohn gekleidet.

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750g Topfen (hier: Ricotta)

3 Eier

180g kalte Butter

400g Mehl

24 kleine Marillen

Alle Zutaten für den Teig rasch verkneten, einige Stunden kalt stellen. Die Marillen waschen (bei Sarah Wiener werden die Kerne mit einem Kochlöffelstiel entfernt und durch je ein Stück Würfelzucker ersetzt, so süss brauch ich’s aber nicht).

In einem grossen Topf Wasser zum Kochen bringen. Mit bemehlten Händen je ein Stück Teig flachdrücken, eine Marille drauflegen, einen Knödel formen. Im leicht siedenden Wasser 10-12 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen die Ummantelung vorbereiten: nach Sarah Wiener 60g Butter schmelzen lassen, je 60g Semmelbrösel und gemahlene Walnusskerne dazugeben und goldbraun rösten. Die gut abgetropften Knödel darin wälzen. Ich habe einfach ca. 100g gemahlenen Mohn mit Staubzucker vermischt.

Und aus dem knödeluntauglichen Brandteig wurden chouquettes, kleine Brandteigkrapfen mit Hagelzucker. Brandteig nach diesem Rezept, in kleinen Portionen aufs Backblech gespritzt und mit reichlich Hagelzucker bestreut, bei 180°C ca. 20 min gebacken.

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